Rauchen schwächt Koffein ab!

Rauchen erniedrigt Wirkstoffspiegel von Koffein oder von Arzneimitteln

Endlich ein Grund mit dem Rauchen aufzuhören.

Kaffee wirkt dann viel stärker! 

Was noch besser ist (abgesehen von vielen unzähligen gesundheitlichen Vorteilen), man minimiert das Risiko, Wechselwirkungen mit Arzneimitteln auszulösen.

Rauchen beeinflusst die Aktivität von CYP1A2, eines abbauenden Enzyms in der Leber (1).

 

Arzneimittel, die über dieses Enzym abgebaut werden, unterliegen bei Rauchern einem beschleunigtem (z.B.: Clozapin!, Mirtazapin Coffein) bzw. einem verlangsamten (z.B.: Ethinylestradiol, Ciprofloxacin) (2.) Abbau. Wie sich die Wirkungen von Arzneimitteln untereinander verändern ist noch unzureichend erforscht (1.), weil Hersteller oft mit Interaktionsstudien gerne hinterm Berg halten. In vielen Fällen kann dies zu schweren gesundheitlichen Zwischenfällen führen. 

 

Kohlgemüse, wie Brokkoli und Blumenkohl, induzieren auch die Aktivität von CYP1A2 (3.).

Damit kann einiges durcheinander kommen. 

Einfache, scheinbar alltägliche Dinge wie Nahrungs- oder Genußmittel, können die Wirkung von Arzneimitteln maßgeblich beeinflussen.

 

Ab wie viel Zigaretten pro Tag eine verminderte Wirkung des Koffeins stattfindet, da streiten sich die Wissenschaftler. Auf alle Fälle kann schon Passivrauchen (1.) ausreichen, um das CYP1A2 anzuregen. Beim Koffein scheint es so, als müssten es mehr als 10 Zigaretten regelmäßig pro Tag sein, um die Wirkung des Koffeins deutlich abzuschwächen (4.)

 

Fazit: Rauchen bringt im Körper vieles durcheinander und der richtige Zeitpunkt, damit aufzuhören, ist jetzt!

 

 

 

 

 

 

 

1. https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2013/daz-22-2013/arzneimittel-und-cyp1a2 13.12.2017

 

2. http://www.pharmacytimes.com/publications/issue/2007/2007-11/2007-11-8279 13.12.2017

 

3.Curr Drug Metab. 2007 Jan;8(1):9-15.

Effects of dietary broccoli on human in vivo caffeine metabolism: a pilot study on a group of Jordanian volunteers.

 

4. Wenn Arzneimittel wechselwirken, 2017, Deutscher Apothekerverlag