Zugspitz Ultratrail 2013

Mein richtiges erstes Trail Rennen

Da war ich noch frisch kurz vor dem Start.

 

Es war ein tolles Wochende. Am Freitag ging es mit den 2 Vereinskollegen Alfred Kretschmer und Thomas Bauer vom WSV Otterskirchen nach Grainau, bzw. MIttenwald.

Im  Vorfeld war ich total nervös. Zuviel Gepäck für die Reise, um ja auf alles vorbereitet zu sein.

Am Nachmittag waren wir dann bei der Registrierung in Grainau. Es war vom Veranstalter alles sehr gut organisiert. Wir hatten sehr schnell unsere Starterunterlagen. Dann ging es durch die Expo. Danke noch an Maxime von Raidlight für die nützlichen Tips bezüglich des Rucksackhandlings. Dann treff ich auch noch für ein Schwätzchen den "Oberboss" vom Trail Magazin, der absoluten Pflichtleküre für Trailrunner, Denis. Netter Kerl, bisher kannten wir uns nur über Facebook. Er möchte den 100er laufen. Irgendwie komm ich mir mit der kurzen Strecke über 37 km etwas winzig vor. Ist ja fast wie der "Bambinilauf".

Egal, ich möchte mal mir beweisen, dass ich so eine harte Strecke schaffen kann. Im Umfeld traut einem das ja keiner zu oder es heißt "du spinnst". Eigentlich möchte ich ja mehr.  Aber schau mer mal, wie der Kaiser sagt.

Die NUdelparty war cool. Nach einem Tag ohne Mittagessen waren die 2 Riesenteller Nudeln mit Hackfleischsauce genau das richtige. Außerdem war "Ultraman" Alfred ab gefühlten 4 Uhr morgens schon auf den Beinen. Er musste ja schon um 7:15 starten. Thomas und ich haben dann auch ab 6 Uhr morgens auf den Weg zum Frühstück gemacht. Wegen eines kleinen Organisationsfehlers war ich ab 7 Uhr schon am Startgelände, obwohl es erst um 11 Uhr losging. Also hab ich viele Spaziergänge durch Mittenwald unternehmen können. Ein älterer Herr hat mich gefragt ob ich mit dem Rad auf die Zugspitze fahre, was ich gleich beantwortete mit: Nein, ich laufe". Das hat ihm die Sprache verschlagen.

Wegen eines kleinen Organisationsfehlers war ich ab 7 Uhr schon am Startgelände, obwohl es erst um 11 Uhr losging. Also hab ich viele Spaziergänge durch Mittenwald unternehmen können. Ein älterer Herr hat mich gefragt ob ich mit dem Rad auf die Zugspitze fahre, was ich gleich beantwortete mit: Nein, ich laufe". Das hat ihm die Sprache verschlagen.

So um halb 10 kamen die ersten. 45 min. vor Start wurden wir nach der Rucksackkontrolle in die Startbox gelassen. Ich kann nur betonen, die Kontrolle der Pflichtausrüstung ist notwendig. Beim Training am Berg war ich schon froh, die Ausrüstung dabei gehabt zu haben.

Mit lauter Musik wirde die Stimmung angeheitzt. Dann fiel der Startschuss. Es war gut, dass wir in der 4. Reihe starteten. Laut Myjogstyle lief ich mit 4min/km durch den Ort auf die Treppe zu, die mich auf die Trails entließ. Bei den Starten weiter hinten staute es sich dirt gleich mal.  Anfangs ging es über Forstautobahnen vorwärts. Ich war gut unterwegs. Habe schnell meine Pace gefunden. Das Wetter war mit 15 Grad, bewölkt und trocken ideal zum laufen.

Ich denke, dass die ersten km auf Forststrassen gut waren um das Feld auseinanderzuziehen. Denn irgendwann ging es nach ein paar scharfen Anstiegen in einen wahnsinnigen 2km Downhill. Ich hab gemerkt, dass ist nicht mein Streckenabschnitt. Ich wurde nur überhohlt.

Dann kam nach der hälfte der große Anstieg. 9km nur einfache Trampelpfade, wie man sie im bayer. Wald noch nie gesehen hat. Nur Bergauf war ich eine Macht. Ich hab 90min alle überhohlt, die vor mir waren. Beim Aufstieg ging es in die tiefliegenden Wolken. Kalt und nass. Zum Glück kein Wind.

Irgendwann kam die Labstelle. Verpflegung, Essen, trinken, Pause. Flaschen aufgefüllt, händeweise Studentenfutter und Melonen und wieder ab in die Höhe. In einer 3er Gruppe schraubten wir uns auf dem teilweise recht losen Kies nach oben in den Nebel.

Oben war die höchste Stelle auf 2029 recht unspektakulär. Sicht unter 30m und gleich wieder downhill in Geröölpfaden nach unten. Echt nicht meins! Verlier wieder Plätze. Sch....... So, wieder kurz verpflegt. Kurz in Gedanken nachgerechnet. schon über 3 Liter Iso durch. und wieder abwärts in kleinen Bachbetten und Schotter. gefühlte Unendlichkeiten. Alle überhohlen mich springend wie die Gemsen. Unterwegs war ich so sauer, dass ich meine Stecken mal kurz irgendwo hinschmiss und schrie. Aber irgedwie möchte man es doch schaffen. Vorwärts, auch wenn die Oberschenkel bergan schon streiken. Weiter, weiter.....Ich bemerke Musik. Das Ziel kann nicht mehr weit sein. Unten, endlich..... ein Schild, noch 2km. Strasse, geradeaus. Irgendwie war ich froh, obwohl ich Asphalt nicht mag. Je näher man ans Ziel kommt umso mehr Fans. Ich wurde unendlich angefeuert. Beim Zieleinlauf war ich unendlich froh und stolz.

Ich bekam die Finishermedaille. Juhuuuu. Der Lohn für die Mühen. Ein Anruf an meine Frau, dass ich es heil überstanden habe. Endorphinrausch. Geil. Ein Alkoholfreies Weizenbier + Kuchen. das Essen der Sieger im Ziel. Und noch ein Schwätzchen mit Trailschnittchen Julia. Irgendwann ein Telefonanruf wo Thomas ist. Duschen und ab nach Hause. Schee wars. Der nächste Trail kann kommen!