Obst- „to go“

Rolf Handke  / pixelio.de
Rolf Handke / pixelio.de

Frisch, fruchtig, flüssig und schnell. Dem Zeitgeist entsprechend. Sie sollen ein vollwertiger Ersatz für Obst sein.

„Smoothies“

„Wenn es zeitlich günstiger wär, würden sich Manche flüssig ernährn“ (frei nach Dendemann – aus die Pfütze des Eisbergs).

 

Nur Hersteller behaupten Viel.

Obst und Gemüse braucht jeder. In ihnen stecken wertvolle Sachen, wie Mineralstoffe, Ballaststoffe und Vitamine. All das was ein Mensch braucht um fit zu bleiben. Fünf Portionen „Buntes“ empfehlen die Fachgesellschaften. Aber wer schafft das schon im Alltag.

Da klingt die Erfindung  Smoothie schon praktisch und verführerisch. Und schmecken tut es auch.

 

Man mag es kaum glauben, aber es gibt noch keine EU-Vorschrift für Smoothies.

Für Smoothies werden geschälte und entkernte Früchten püriert und mit Direktsaft versetzt. Ein guter Smoothie besteht maximal zur Hälfte aus Saft und ist frei von irgendwelchen Aroma-oder Konservierungsmitteln. Man kann einen Smoothie schon gelegentlich als Obstersatz  nehmen, nur als Durstlöscher eignen sie sich nicht. Ein Smoothie ist mit sehr vielen Kalorien ausgestattet. Püriert sollte eigentlich nur Babynahrung sein, ist meine Meinung. In einen saftigen Apfel zu beissen stellt auf jeden Fall ein Erlebnis dar. Finanziell schlägt frisches Obst auch den Smoothie, der im Verhältnis auch recht teuer ist.

Vor allem aber wird durch die Herstellung aus geschälten Früchten der Gehalt an wertvollen Pflanzenstoffen massiv reduziert. Ein Smoothie hat fast keine Ballaststoffe, die sekundären Pflanzenstoffe sind auch in geringeren Mengen enthalten und Vitamine bauen sich schneller darin ab.

Wenn gerade kein Obst zur Hand ist, kann ein Smoothie eine Alternative sein. Aber der Gebrauch sollte nicht zur Regel werden. Ein Smoothie stellt keinen vollwertigen Ersatz für Obst da. Wenn man schon mal einen kauft, Etikett prüfen! Finger weg, wenn Saftkonzentrate, Zucker-und/oder Aromazusätze deklariert sind.

Fazit: Frisch „isst“ besser!