Wunden- richtig behandeln

Stephanie Hofschlaeger  / pixelio.de
Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Jeder Sportler kennt das.  Irgendwann verletzt man sich. Ich denke jeder Trailrunner hat schon mal eine Wurzel übersehen und die Erde geküsst. Dabei kann es natürlich zu Abschürfungen kommen. Damit nichts schlimmeres daraus wird, muss die Wunde richtig behandelt werden. 

Egal ob es eine Schnitt-, Schürf oder Bisswunde ist, diese muss fachgerecht versorgt werden. Denn nur so gibt es eine folgenlose Abheilung.

Frische Wunden werden als erstes gereinigt indem man sie spült. Am besten eignet sich Ringerlösung, aber wer hat die schon greifbar.  Mit fließendem Trinkwasser kann man die Wunden ausspülen und von Schmutz befreien. Größere Wunden werden mit einer Kompresse von innen nach außen gesäubert.

 

Der nächste Schritt ist die Desinfektion. Dafür gibt es praktisch anzuwendende Sprays, die farblos snd und nicht brennen (Octenisept oder Hansaplast Wunddesinfektionsspray). Auch werden alle relevanten Keime durch sie vernichtet. Alkohol oder auch Arnikatinktur, wie sie früher gern benutzt wurden, reizen die Wunde nur. Finger davon lassen. 

Die häufigste Behandlung der Wunde ist die Trockene.

Sobald die Verletzung abtrocknet, bildet sich ein Wundschorf, der die Verletzung bedeckt und schützt.  Mit einem einfachen Pflaster wir die Wunde bedeckt. Das Pflaster schützt vor Verunreinigungen und Abrieb. Auch nimmt es eventuell entstehendes Sekret auf. Um Keime am Wachstum zu hindern sind manche Pflaster auch mit Silberionen beschichtet.

Der Wundschorf schützt die Verletzung, aber der Nachteil ist, dass die Kruste leicht aufbricht und sich der Heilungsprozess dadurch verzögert.

 

 

Für kleinere Abschürfungen gibt es die Sprühpflaster. Die Sprühlösung desinfiziert und bildet nach dem Verdampfen des Lösungsmittels einen Film, der auch atmungsaktiv ist. Nach einigen Tagen löst sich der Film durch Wasser auf. Auf keinen Fall eignen sich Sprühverbände für blutende, infizierte, größere oder verschmutzte Wunden.

Den größten Erfolg hat man mit der feuchten Wundbehandlung.

Siegfried Fries  / pixelio.de
Siegfried Fries / pixelio.de

Eine feuchte Wundversorgung fördert die körpereigenen Reparaturvorgänge optimal. Die Zellen werden mit Nährstoffen versorgt, Reparaturenzyme können ihre volle Wirkung entfalten und Immunzellen den Heilungsprozess schützen.

Ein weiteres Plus ist, dass die Wundauflagen  nicht mit der Wunde verkleben. Beim Verbandwechsel wird die oberste Schicht der neuen Zellen somit nicht zerstört. Gleichzeitig wird auch abgesondertes Wundsekret von der Wundauflage aufgenommen.

 

Hydrokolloidverbände Hydrogele eignen sich hervorragend für Sportverletzung. Mit dieser modernen Art der Wundversorgung, die in jeder Apotheke erhältlich ist, kann sich jeder Sportler optimal behandeln.

Deshalb Wundeausspülen und  reinigen, desinfizieren, mit Wundgel und Wundauflage bedecken und schnell mit reduzierter Narbenbildung wieder fit werden.

 

Verbrennungen sind auch noch so ein Thema. Haben zwar mit Sport wenig zu tun, aber ich gehe trotzdem kurz darauf ein.

 

Sofort kühlen unter Leitungswasser. Nicht mit Eis. Sonst gibt es vielleicht noch Erfrierungen. Bei leichten Verbrennungen   mit einfacher minimaler Rötung nimmt man eine einfache Heilsalbe.  Größere Verbrennungen mit Blasenbildung sollten mit sterilen, nicht fusselnden Auflagen verbunden, sowie sofort durch einen Arzt behandelt werden, damit es nicht zu Infektionen kommt.